Tschornobyl und Saporischschja – es reicht!
Der Autor argumentiert, dass die Katastrophe von Tschornobyl nicht nur ein technisches Versagen, sondern vor allem ein politisches und moralisches Versagen des sowjetischen Regimes gewesen sei. Die bewusste Vertuschung der Explosion, die verspätete Warnung der Bevölkerung und die Gefährdung hunderttausender Menschen hätten gezeigt, dass der Kreml politische Interessen über Menschenleben stellte. Zugleich zieht der Autor eine direkte Verbindung zwischen den Ereignissen von 1986 und Russlands gegenwärtigem Krieg gegen die Ukraine: Die Angriffe auf nukleare Anlagen wie Tschornobyl und Saporischschja verdeutlichten, dass Russland weiterhin bereit sei, nukleare Bedrohungen als Instrument geopolitischer Macht einzusetzen. Daraus leitet der Autor die Forderung ab, dass die NATO-Staaten die Ukraine umfassender unterstützen müssten, um die europäische und globale Sicherheit langfristig zu schützen.
Der Artikel wurde in der Reihe "Atlantic Spotlight" der Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlicht.
Das Ergebnis von Russlands Krieg wird jeden betreffen
10. Mai 2026

Der Präsident der NGO "Ukraine-2050", Eugene Czolij, analysiert in seinem Beitrag vom 7. Mai 2026 die Ursachen und möglichen Ausgänge von Russlands Krieg gegen die Ukraine. Ausgangspunkt ist Putins Erklärung beim Alaska-Gipfel (August 2025) sowie Russlands „Sicherheits"-Forderungen vom Dezember 2021, die de facto die Wiederherstellung einer russischen Einflusssphäre über Osteuropa anstrebten. Czolij erklärt, warum die Ukraine das Kernstück von Putins neo-imperialen Plänen ist: Ohne die Ukraine kann Russland kein Imperium sein. Ein russischer Sieg oder erzwungene territoriale Zugeständnisse würden weitere Aggressionen – auch gegen NATO-Mitglieder – begünstigen und den Dritten Weltkrieg riskieren. Nur eine effektive westliche Unterstützung, die die Ukraine in die Lage versetzt, Russland zu einem echten Friedensabkommen zu zwingen, kann Frieden und Stabilität weltweit sichern.
Wie wird Russlands Krieg enden – und was steht wirklich auf dem Spiel? Eugene Czolij, Präsident der NGO Ukraine-2050 und früherer Präsident des Ukrainischen Weltkongresses, zeigt auf, dass Putins Krieg kein regionaler Konflikt ist, sondern Teil eines systematischen Plans zur Wiederherstellung eines neo-sowjetischen Imperiums. Das Ergebnis dieses Krieges wird jeden betreffen – und die Antwort des Westens entscheidet über Krieg und Frieden in ganz Europa.
Der Artikel wurde in der Reihe "Atlantic Spotlight" der Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlicht.
Christus ist auferstanden!
5. April 2026
Ostern ist ein Zeichen der Hoffnung, der Erneuerung und des Lebens - selbst dort, wo Dunkelheit und Leid gegenwärtig sind.
In diesen Tagen denken wir besonders an die Ukraine und an die Menschen, die täglich für ihre Freiheit, ihre Würde und ihr Recht kämpfen, in ihrem eigenen Land zu leben.
Unser Dank gilt den Streitkräften der Ukraine, die heute die verlässlichsten Garanten für Frieden und Schutz der Bevölkerung sind.
Wir alle wünschen uns Frieden. Doch Frieden ist nicht immer ohne Opfer möglich.
Gerade deshalb ist die Auferstehung Christi für uns ein starkes Zeichen - ein Licht der Hoffnung und des Glaubens an den Sieg des Lebens über den Tod, des Lichts über die Dunkelheit und der Wahrheit über die Gewalt.
Möge dieses Licht uns stärken, verbinden und den Weg zu einem gerechten Frieden weisen.
Christus ist auferstanden! Die Ukraine wird auferstehen!
Slawa Ukrajini! - Herojam Slawa!
24. Februar 2022 - Vier Jahre danach: Freiheit ist kein Selbstläufer
Am 24. Februar 2022 begann Russland seinen großangelegten Angriff auf die Ukraine. Was viele lange nicht wahrhaben wollten, wurde brutale Realität: Ein imperialer Krieg mitten in Europa - geführt mit der erklärten Absicht, ein souveränes Land zu unterwerfen, seine Identität auszulöschen und seine Zukunft zu zerstören.
Vier Jahre später dauert dieser Krieg an. Städte wie Mariupol, Butscha, Irpin oder Isjum stehen als Namen für Verbrechen, Leid und Verlust - und zugleich für den unbeugsamen Widerstand eines Volkes, das sich nicht unterwerfen lässt. Besonders erschütternd bleibt das Schicksal der Kinder: Verschleppungen, Umerziehung, der Versuch, Sprache, Namen und Herkunft auszulöschen. Das ist kein Nebeneffekt dieses Krieges. Es ist Teil eines Systems.
Und doch steht die Ukraine. Weil Soldatinnen und Soldaten, Freiwillige, Ärztinnen, Lehrer, IT-Spezialisten, Musiker, Journalistinnen und viele andere einfache Menschen Verantwortung übernommen haben. Viele von ihnen waren vor 2022 Zivilisten. Heute verteidigen sie ihr Land- und damit die Grundprinzipien einer europäischen Friedensordnung, die auf Recht und nicht auf Gewalt beruht.
Weihnachten 2025 in Verbundenheit mit der Ukraine
Liebe Ukrainerinnen und Ukrainer, liebe Freundinnen und Freunde der Ukraine!
In diesem Jahr begegnet die Welt dem Weihnachtsfest und dem bevorstehenden Jahr 2026 mit besonderer Hoffnung – auf den Sieg des Guten über das Böse, des Lichts über die Dunkelheit und der Menschlichkeit über die Verzweiflung. Die Weihnachtszeit erinnert uns an Werte, die gerade in schwierigen Zeiten tragen: Mitgefühl, Solidarität und Verantwortung füreinander.
Leider dauert der Krieg in der Ukraine weiterhin an. In dieser schweren Zeit sind es die ukrainischen Soldatinnen und Soldaten, die mit Mut, Opferbereitschaft und Treue zu ihrem Eid täglich das Recht unseres Volkes auf Leben, Freiheit und Würde verteidigen. Sie schützen damit nicht nur den ukrainischen Staat, sondern auch jene Werte, auf denen die freie und demokratische Welt beruht. Ihr Einsatz ist ein Einsatz für Menschlichkeit, für ein Leben ohne Angst und für eine friedliche Zukunft. Unser aufrichtiger Dank gilt allen, die die Ukraine auch im nunmehr fast vier Jahre andauernden Krieg weiterhin unterstützen und den Ukrainerinnen und Ukrainern beistehen.
Eingefrorene russische Staatsvermögen müssen sofort konfisziert werden
27. November 2025

Als Reaktion auf Russlands vollumfänglichen Krieg gegen die Ukraine, der am 24. Februar 2022 begonnen wurde, verhängten westliche Staaten verschiedene Sanktionen gegen Russland, darunter auch eine Vermögenssperre. Schätzungen zufolge wurden über 300 Mrd. US-Dollar an Auslandsvermögen der Russischen Zentralbank eingefroren.
Der Großteil dieser russischen Staatsvermögen ist weiterhin innerhalb der Europäischen Union eingefroren.
Die Europäische Union erklärte, diese Maßnahmen seien „darauf ausgelegt, das politische Ziel der EU zu erreichen, Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden, indem der Druck auf Russland maximiert wird und alle verfügbaren Instrumente genutzt werden, um Russlands Fähigkeit zur Führung seines illegalen Angriffskriegs zu verringern“. Andere westliche Staaten, die russische Staatsvermögen eingefroren haben, verfolgten ein ähnliches Ziel.
Dieses Ziel ist bislang nicht erreicht, und die Konsequenzen sind dramatisch.
