Pressemitteilung 12.04.2022

Kategorie: Pressemitteilungen
Erstellt: Mittwoch, 13. April 2022

Aufruf des DUOD anlässlich verstärkter Proteste zur Unterstützung Russlands und gegen die Diskriminierung „russischsprachiger“ Menschen an die zuständigen Behörden sowie Presse und Zivilgesellschaft

Am 24. Februar 2022 begann die Russische Föderation einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Begründet wird diese russische Aggression nach Außen und Innen mit zynischen Lügen, es handele sich um einen epischen Kampf Russlands gegen den „Nazismus“, während Russland tatsächlich die Vernichtung der ukrainischen Nation als solche anstrebt.

Deutsche Staatbürger, die diese Politik des Kremls unterstützen, sind für Ukrainer heute ideologische Schergen des verbrecherischen russischen Regimes.

Die Mehrheit der zivilisierten Weltgemeinschaft verurteilt den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der klare Züge eines Völkermordes trägt. Um die Spuren ihrer Verbrechen zu beseitigen, sahen die russischen Kriegsverbrecher den Einsatz mobiler Krematorien vor. Vor dem Hintergrund dieser Verbrechen gegen die Menschlichkeit, welche die Ermordung von Andersdenkenden einschließt, wie etwa des litauischen Filmregisseurs Mantas Kvedaravičius, erscheinen Proteste von Pro-Kreml-Aktivisten zur Unterstützung Russlands und gegen die (angebliche) Diskriminierung „russischsprachiger“ Menschen amoralisch und zynisch. Wir betonen an dieser Stelle, dass es stets russische Politik war, die Entwicklung einer freien Ukraine und ihrer eigenen Sprache nicht nur zu behindern, sondern massiv zu schädigen und zu verhindern. Ein eindringliches Beispiel ist der Ukas des Zaren Alexander II von Bad Ems aus dem Jahre 1876, der die ukrainische Sprache aus der Kultursphäre herausdrängen sollte. Ebenso die Tatsache, dass heute eine freie Entwicklung des Ukrainischen weder in Russland noch in den besetzten Gebieten der Ukraine möglich ist. Diese genozidale Politik des Kremls erfüllt die Bedingungen der UN-Konvention gegen Völkermord und muss als solche zur Kenntnis genommen werden.

Der Dachverband der Ukrainischen Organisationen in Deutschland (DUOD) verurteilt diese Aktionen als Teil des russischen Informationskrieg in Deutschland und wendet sich an die zuständigen Behörden mit der Forderung, solche und ähnliche Veranstaltungen weitestgehend zu begrenzen und nach Möglichkeit russische Symbolik während des Krieges zu verbieten. Die deutsche Presse und Zivilgesellschaft rufen wir auf, diesen Protesten fernzubleiben und sie durch weitgehende Missachtung zu strafen.

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