PRESSEMITTEILUNG - 9. Mai 2022

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Paraden, Völkermord und Kriegsverbrechen zum 9. Mai 2022

Tag des GedenkensSeit über 2 Monaten führt die Russische Föderation einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Erklärtes Ziel ist die Vernichtung der ukrainischen Nation. Das krankhafte Beharren Moskaus auf dem Narrativ von einem Volk, die Verneinung ukrainischer Geschichte und die Gier nach ukrainischem Territorium haben dazu geführt, dass die Ukrainer heute einen Kampf ums Überleben führen müssen.

Es heißt, dass das ungestrafte Böse zurückkehrt und offensichtlich passiert heute genau das. Die Russische Föderation, die sich als Erbin des zaristischen Russlands als auch der Sowjetunion sieht, hat – im Gegensatz zu Nazi-Deutschland – niemals vor einem Nürnberger Tribunal Rechenschaft ablegen müssen.

Weder für den Kampf gegen die ukrainische Identität, die von massivem Terror, der Vernichtung der ukrainischen Bildungsschicht und dem Holodomor 1932/33 (einer künstlichen Hungersnot zur Auslöschung oder Unterwerfung der ukrainischen Bauernschaft, die als Träger der ukrainischen Identität galt) noch für die Kriegsverbrechen, Deportationen, ethnischen Säuberungen und Völkermorde, vor allem während des Zweiten Weltkrieges, musste sich Russland jemals verantworten.

Am 8. Mai, dem Tag des Gedenkens und der Versöhnung, wird alljährlich der Opfer und Gefallenen des Zweiten Weltkrieges, darunter auch der russischen Opfer, gedacht. „Nie wieder“ ist die zentrale These, die im aktuellen Kontext bedeutet: „Nie wieder zulassen, dass Angriffskriege zum Mittel der Durchsetzung von nationalen Interessen werden. Nie wieder Völkermorde in Europa. Nie wieder bequeme Teilnahmslosigkeit.“.

Die in Russland begangen Feiern zum 9. Mai distanzieren sich hingegen ganz bewusst von dieser These. Ihr zugrunde liegt stattdessen das russische Narrativ „Wir können es wiederholen!, begleitet von der alljährlichen Militärparade als Machtdemonstration, die eine ganz bewusste Kriegsdrohung beinhaltet.  Russland geht nahezu unverändert nach den damaligen Mustern vor: Der sowjetisch-finnische Krieg, der Molotow-Ribbentrop-Pakt, der den gemeinsamen Überfall auf Polen vorbereitete und die die Besetzung der baltischen Republiken ermöglichte. Hier war die Sowjetunion kein Opfer!

Das Zitat „Unabhängig davon, was auch immer wir tun, über die Sieger wird nicht gerichtet werden!“ beschreibt sehr eindringlich die Denkweise der Siegermacht Russland, die sich als Opfer maskiert, sich damit eine Rechtfertigung für alle denkbaren Handlungen offenhält und zum Täter wird.

Wir rufen dazu auf, den 9. Mai nicht den russischen Tätern zu überlassen, die heute die Welt mit einem nuklearen Holocaust bedrohen. Der 9. Mai ist heute ein Tag der russischen Schande (#RussianShameDay). Wir rufen deutsche und europäische Experten dazu auf, die Bewertung der Rolle der Sowjetunion/Russlands während des Zweiten Weltkriegs neu aufzurollen und sie in den heutigen Kontext einzubeziehen.

Zur Erinnerung an all die ermordeten, gedemütigten und vergewaltigten Zivilisten damals wie heute und all derer, die bei der Verteidigung der Ukraine gefallen sind: Ewiges Gedenken für die Opfer und Schande für Russland!

(Pressemitteilung als PDF-Version)

 

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