Kurze Chronologie über die Ereignisse der Euromaidan-Revolution (2013/14)...

... und der darauffolgenden militärischen Aggression Russlands in der Ukraine (2014/15).

Die Ukraine befindet sich seit Beginn 2014 in einem Kampf um ihre Eigenstaatlichkeit, die mittels Anwendung von unnachgiebigem psychologischen, wirtschaftlichen, politischen und militärischen Druck seitens der Russischen Föderation fortdauernd untergraben wird. Außerdem sieht sich die Ukraine einer massiven und breit angelegten Propagandakampagne des Kremls ausgesetzt, die auch im übrigen Europa starke Wirkung mit schwerwiegenden Folgen für Demokratie und Meinungsfreiheit zeigt.

  • Bis zum 1. DEZEMBER versammeln sich bereits 800.000 Menschen auf dem Maidan – dem Platz der Unabhängigkeit in Kiew.
  • Bis zum 27. FEBRUAR besetzen russische Soldaten die ukrainische Schwarzmeer-Halbinsel Krim.
  • Am 16. MÄRZ findet dort ein sog. Referendum über den Austritt der Krim aus der Ukraine statt. Angebliche 97% der Kкimbewohner sind für den Austritt. Das Referendum wird international nicht anerkannt und als illegal bezeichnet.
  • Bis zum 5. JULI verlassen die Terroristen nach schweren Gefechten die Stadt Luhansk.
  • 17 JULI: Über dem von den Terroristen kontrollierten Gebiet im Donbass wird das malaysische Passagierflugzeug des Flugs MH17 abgeschossen. Dabei sterben 298 Menschen internationaler Herkunft. Zu den Opfern zählen auch vier Deutsche.
  • Ende AUGUST 2014 eröffnen die russischen Terroristen, unterstützt durch russische Geheimdienste, reguläre russische Soldaten und Waffenlieferungen aus Russland (darunter Panzer und schwere Artillerie), mit der Einnahme der Stadt Nowoasowsk eine neue Kriegsfront, die sich nach Westen bewegt.
  • Am 5. SEPTEMBER unterzeichnen Vertreter der Ukraine, Russlands und der beiden sog. Volksrepubliken „Luhansk“ und „Donezk“ im Rahmen eines Friedensplans für die Ukraine unter der Teilnahme der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Minsk ein 12-Punkte-Abkommen. Im Abkommen von Minsk verpflichten sich die Unterzeichnerparteien unter anderem zum Verzicht von Waffengebrauch, zur Einhaltung der Waffenruhe und zur Freilassung von Gefangenen und widerrechtlich inhaftierten Personen. Darüberhinaus sollen alle rechtswidrigen bewaffneten Verbände, Kämpfer und Söldner sowie illegale Militärausrüstung aus der Ukraine abgezogen werden und ein Sicherheitsbereich an der ukrainisch-russischen Grenze geschaffen werden. Die Grenzregion zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation soll von der OSZE überwacht werden.
  • Am 26. OKTOBER finden Parlamentswahlen in der Ukraine statt. Ukrainisch-nationale und pro-europäische Parteien gehen als klare Sieger der Wahlen hervor. Die „Volksfront“ von Arsenij Jazenjuk (22,14 %), der „Block Petro Poroschenko“ (21,81 %), die „Selbsthilfe“ von Andrij Sadowyj (10,97%), die „Radikale Partei von Oleh Ljaschko“ (7,44 %) und die „Allukrainische Vereinigung Vaterland“ von Julija Tymoschenko (5,68 %) bilden eine Zweidrittelmehrheit im ukrainsichen Parlament (302 der 419 Sitze). Zum Premierminister der Ukraine wird Arsenij Jazenjuk gewählt. Die Opposition setzt sich überwiegend aus Mitgliedern der ehemaligen Janukowytsch-Partei („Partei der Regionen“) zusammen, welche sich unter dem Namen „Oppositionsblock“ (9,43 %) neu formiert hat. Die nationalistisch ausgerichteten Parteien „Allukrainische Vereinigung Swoboda“ (4,71 %) und der „Rechte Sektor“ (1,80 %) scheitern an der 5% Hürde. Erstmals in der Geschichte der Ukraine ist die „Kommunistische Partei“ (3,88 %) nicht im ukrainischen Parlament vertreten. Die Parlamentswahl wird international anerkannt.
  • Trotz der vereinbarten Waffenruhe in Minsk, kommt es seither immer wieder zu einer Eskalation der Gewalt – häufig ausgelöst von militärischen Provokationen seitens der von Russland unterstützten russischen Terroristen in der Ostukraine. Zu besonders intensiven Gefechten zwischen russischen Streitkräften und der ukrainsichen Armee kam es vor allem auf dem mittlerweile zerstörten Flughafen von Donezk.
  • Seit der militärischen – und größtenteils verdeckten – Aggression der Russischen Föderation in der Ukraine Anfang 2014 kam es zu mehreren Tausend Toten auf beiden Seiten. Seither sollen mehr als 4.000 russische Soldaten und etwa 6.000 Soldaten der ukrainischen Armee in der ostukrainischen Donbass-Region ums Leben gekommen sein. Tausende weitere wurden verletzt. Besonders stark betroffen vom Krieg in der Ostukraine ist vor allem die Zivilbevölkerung. Mehr als eine Million Menschen haben ihren Heimatort bereits verlassen. Mindestens 850.000 davon sind Binnenflüchtlinge. Etwa genauso viele sind aus dem Kriegsgebiet in andere Länder geflohen; ein Großteil davon in die Russische Föderation. Momentan leben vier Millionen Menschen in den von russischen Truppen kontrollierten Gebieten im ostukrainischen Donbass. Die humanitäre Situation in diesen Gebieten ist katastrophal. Das Kriegsgeschehen wird von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begleitet. Unter der Zivilbevölkerung kam es bereits zu Hunderten Toten und Verletzten.
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