24. Februar 2022 - Vier Jahre danach: Freiheit ist kein Selbstläufer

Kategorie: Pressemitteilungen
Erstellt: Mittwoch, 25. Februar 2026

DUOD logo ohne tp2Am 24. Februar 2022 begann Russland seinen großangelegten Angriff auf die Ukraine. Was viele lange nicht wahrhaben wollten, wurde brutale Realität: Ein imperialer Krieg mitten in Europa - geführt mit der erklärten Absicht, ein souveränes Land zu unterwerfen, seine Identität auszulöschen und seine Zukunft zu zerstören.

Vier Jahre später dauert dieser Krieg an. Städte wie Mariupol, Butscha, Irpin oder Isjum stehen als Namen für Verbrechen, Leid und Verlust - und zugleich für den unbeugsamen Widerstand eines Volkes, das sich nicht unterwerfen lässt. Besonders erschütternd bleibt das Schicksal der Kinder: Verschleppungen, Umerziehung, der Versuch, Sprache, Namen und Herkunft auszulöschen. Das ist kein Nebeneffekt dieses Krieges. Es ist Teil eines Systems.

Und doch steht die Ukraine. Weil Soldatinnen und Soldaten, Freiwillige, Ärztinnen, Lehrer, IT-Spezialisten, Musiker, Journalistinnen und viele andere einfache Menschen Verantwortung übernommen haben. Viele von ihnen waren vor 2022 Zivilisten. Heute verteidigen sie ihr Land- und damit die Grundprinzipien einer europäischen Friedensordnung, die auf Recht und nicht auf Gewalt beruht.

Auch die jüngsten Debatten auf der Münchner Sicherheitskonferenz haben gezeigt: Die Ukraine ist nicht "ein Konflikt am Rand Europas", sondern eine Schlüsselfrage der europäischen Sicherheit. Wer über Frieden spricht, muss über Abschreckung, Schutz der Zivilbevölkerung, konsequente Sanktionen - und über konkrete Unterstützung sprechen. Frieden entsteht nicht durch Wegsehen, sondern durch Standhaftigkeit.

Dieser Krieg betrifft nicht nur die Ukraine. Er ist ein Angriff auf die Überzeugung, dass Grenzen in Europa nicht mit Panzern verschoben werden dürfen. Er ist ein Angriff auf die Idee, dass Völker frei über ihren Weg entscheiden können.

Ohne eine freie Ukraine wird es kein dauerhaft freies Europa geben.

Gerade deshalb danken wir allen, die seit vier Jahren Haltung zeigen: den engagierten Ukrainerinnen und Ukrainern in Deutschland, die unermüdlich Hilfe organisieren; den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Häuser öffneten, Spenden sammelten und Solidarität lebten; den politischen Verantwortlichen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene, die klare Position bezogen haben.

Solidarität ist keine Geste für einen Moment. Sie ist eine Entscheidung - jeden Tag neu.

Am Jahrestag des 24. Februar erinnern wir an die Opfer dieses Krieges. Wir erinnern an die Gefallenen, an die Zivilistinnen und Zivilisten, an die Kinder, deren Leben für immer verändert wurde. Und wir bekräftigen: Die Ukraine verteidigt nicht nur ihr eigenes Territorium. Sie verteidigt die Werte von Freiheit, Menschenwürde und Selbstbestimmung.

Jetzt ist nicht die Zeit für Müdigkeit oder Gleichgültigkeit. Jetzt ist die Zeit für Standhaftigkeit.

Slawa Ukrajini! Herojam Slawa!

 

 

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