Der Dachverband wendet sich in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel anläßlich ihres Treffens mit dem Präsidenten der Russischen Föderation

Kategorie: Pressemitteilungen
Erstellt: Samstag, 18. August 2018

18. August 2018

Am 17. August 2018 wandte sich die Vorsitzende des Dachverbandes der Ukrainischen Organisationen in Deutschland Lesya Shramko in einem Schreiben an Bundeskazlerin Angela Merkel. Shramko äußerte darin ihre Besorgnis und ernsthafte Bedenken anläßlich des Treffens der Bundeskanzlerin mit dem Präsidenten der Russischen Föderation am 18. August 2018 in Deutschland.

Die Vorsitzende des Dachverbandes appellierte an die Bundeskanzlerin, in ihrem Engagement für die Unabhängigkeit und territoriale Integrität der Ukraine, einschließlich der Krim, nicht nachzulassen und auf die vollständige Erfüllung des Minsker Abkommens zu bestehen und dabei weiterhin Druck auf Vladimir Putin auszuüben, um die unverzügliche Freilassung aller politischen Gefangenen und Geiseln zu erwirken, insbesondere derer, die weiterhin im Hungerstreik sind und ihr Leben aufs Spiel setzen. Auch wurde die Bundeskanzlerin aufgefordert, weitere Gespräche über den Bau der Nord Stream 2-Gaspipeline auszusetzen.

Seit Beginn der illegalen Besetzung der Krim und der anschließenden Invasion der Ostukraine durch die hybriden Streitkräfte der Russischen Föderation im Jahr 2014

  • sind über 11.000 Menschen getötet worden, 25.000 verletzt und sind 1,5 Millionen Menschen vertrieben worden;
  • sind 4,4 Millionen Menschen in der Oblast Donezk und Luhansk von der russische Aggression betroffen, welche die größte humanitäre Krise in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verursacht hat, was leider sehr oft vergessen wird;
  • benötigten 3,4 Millionen Menschen humanitäre Hilfe: davon müssen 2,2 Millionen medizinisch versorgt werden und weitere 1,2 Millionen Menschen mit Nahrungsmitteln versorgt werden;
  • wurden über 2.500 Menschen Opfer von explodierenden Landminen. 1,9 Millionen Menschen leben auf Territorien, die mit versteckten Landminen übersät sind;
  • sind über 70 Ukrainer und Krimtataren in der Russischen Föderation als politische Gefangene inhaftiert und immer noch werden über 100 Gefangene als Geiseln der russischen Besatzungstruppen auf dem Territorium der Ostukraine gehalten.
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